Shen-do, Weg des Geistes

Shen-do, Weg des Geistes

Wir können nur tun, was wir sind, lautete eine Zen-Weisheit. Und das ist auch so. Etwas zu wissen und es zu tun ist also noch lange nicht das Selbe.

Es geht also nicht darum, etwas zu werden, sondern sich seiner selbst bewusst zu sein; sich zu fragen, warum man tut, was man eben tut.

Ich bin der Überzeugung, dass wir, sobald wir uns unserer selbst wirklich bewusst sind, uns nicht mehr fragen müssen, was wir tun sollen oder was richtig ist zu tun. Wir werden dann, folgen wir unserem (inneren) Wesen statt äußeren, konventionellen Ideen und befinden wir uns in einem Dialog mit der Welt, stets das angemessene tun.

Aber das ist nur die halbe Miete, wie man so schön sagt. Sich seiner selbst bewusst zu sein bedeutet nämlich vor allen Dingen auch sich bewusst zu sein, wie man ‚tickt‘, wie Gehirn, Bewusstsein, Verstand, Denken, Emotionen, Wahrnehmung und so weiter miteinander interagieren, sieht man sie einmal als von einander getrennte Entitäten an.

Das heißt, wir müssen die einzelnen Phänomene unseres Geistes und unserer Selbst genauestens untersuchen. Und damit wir damit einigermaßen zügig vorankommen, sollten wir auch wissen, was uns die modernen Wissenschaften dazu zu sagen haben, etwa Quantenphysik, Neurologie, Biologie, Wissenssoziologie und Bewusstseinsforschung et cetera.